Handbuch:Definitionen

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Definition Konstruktivismus:

Zur gegenwärtigen konstruktivistischen Theorie passende Methoden beinhalten die Vorstellung, dass Schüler Wissen und Bedeutung durch Interaktion untereinander, mit der Umwelt und mit Lehrern generieren; Lehrer übernehmen im Lernprozess die Rolle von Trainern, Unterstützern oder sogar Partnern [Alessi & Trollip, 2001; Mason, 2002]. Die Befürworter des Konstruktivismus verstehen das Lernen als 'personenbezogen' und nicht als rein 'objektiv' [Bodner, 1986]. Zentral im Grundsatz des Konstruktivismus ist, dass der Lernprozess viel mehr ein aktiver Prozess ist [Tam, 2000], denn eine passive Aufnahme des Gelehrten [Woolfolk, 1993]. Wissen wird durch die aktive Teilnahme des Lerners ausgebildet, dadurch dass er versucht zu einem eigenen Verständnis neuer Ideen und Konzepte zu gelangen und dieses zu artikulieren [Laurillard, 1993; Jonassen et al 1993]. Lerner benötigen Möglichkeiten, die neu gelernten Sachverhalte zu reflektieren, ihr vorläufiges Verständnis davon mit anderen zu diskutieren, aktiv zusätzliche Informationen zu interessanten oder schwierigen Bereichen zu suchen und um konzeptuelle Verbindungen zur bisherigen Wissensbasis herzustellen [Brown, 1997].

Definition Problem-basiertes Lernen:

Erfahrungslernen beinhaltet viel mehr ein 'direktes Zusammentreffen' mit den untersuchten Phänomenen, als ein bloßes Nachdenken über dieses Zusammentreffen oder über das Phänomen. Im Problem-basierten Lernen besteht der Lehrplan aus sorgfältig ausgewählten und entwickelten Problemen, die vom Lerner die Aneignung entscheidenden Wissens, Problemlösefertigkeiten, selbstgesteuerte Lernstrategien und Teamarbeitsfähigkeiten fordern. Das Team kann erste Hypothesen formulieren und Belege für diese Hypothesen in der realen Welt suchen. Im Bereich der Artenvielfalt kann sich eine solche Hypothese auf Blütenarten beziehen, die für eine bestimmte Familie charakteristisch sind. Die Identifikation vieler Pflanzen der Familie kann den Beweis für diese Annahme liefern oder zum Verwerfen der Hypothese führen.

Definition gemeinschaftliches, soziales Lernen:

Zusammenarbeit und Kooperation mit anderen Schülern, Lehrern, Experten oder allgemein verfügbaren Mitarbeitern, durch verschiedene Methoden der Zusammenarbeit, oft durch Technologien unterstützt. Im Projekt-bezogenen Lernen ist eine Gruppe von Schülern im gleichen Projekt eingesetzt. Lernziel kann entweder die Kooperation oder das Ergebnis sein.