Deutschland

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Es gibt inzwischen eine eigene, vollständig deutschsprachige Key to Nature-Präzenz, siehe:


KeyToNature, 2007-2010

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KeyToNature war ein EU-gefördertes Gemeinschaftsprojekt von 14 Projektpartnern aus 11 europäischen Ländern. Koordiniert wurde das Projekt von der Universität Triest (Italien).

Die folgenden Informationen sind weitgehend auf dem Stand von 2010, für aktuelle Informationen bitten wir, das deutsche Portal Offene-Naturführer.de zu besuchen.

Das Key to Nature Projekt entwickelte Werkzeuge und Datenbanken, die das Verständnis der biologischen Artenvielfalt verbessern und den Zugang zur Artbestimmung erleichtern. Durch die leicht zu verwendenden Bestimmungsschlüssel, die KeyToNature anbietet, können Tier- und Pflanzenarten auf eine ansprechende Art und Weise erkundet und die Vielfalt des Lebens praktisch erlebt werden. Die neu entwickelten Bestimmungsschlüssel ersetzen klassische, gedruckte, dichtome Bestimmungsschlüssel, die schwer und umständlich zu handhaben sind und sind auf die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe (Grundschule bis hin zur Universität) angepasst.

Die Werkzeuge und Datenbanken liegen vorwiegend in englischer Sprache vor. Ein Ziel des Projektes ist es u.a. Schlüssel und Lerninhalte in allen Partnersprachen zur Verfügung zu stellen und deren Handhabbarkeit durch Beschränkung auf die jeweils möglichen Arten (Lokalisierung bis zum konkret vor Ort vorhandenen Artenbestand) zu verbessern. Die Schlüsselerstellung soll in einem zirkulären Prozess von Erprobung der Schlüssel und Weiterentwicklung ständig verbessert werden. ILI (FIM) - als einer der deutschen Projektpartner - sucht daher für die bereits vorhandenen deutschsprachigen Schlüssel Schulen und Universitäten sowie Jugendbildungsstellen die bereit sind die Bestimmungsschlüssel zu testen. Diese sind im Gegensatz zu gedruckten Materialien in der Regel reich bebildert und auch auf vielen, die Kinder und Jugendlichen ansprechenden, Medien - Internet, Laptop, PDA - verfügbar.

Die Datenbank von KeyToNature

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KeyToNature stellt mehr als 1000 Identifikationsschlüssel und Werkzeuge zur Verfügung, die für das Schulwesen, von der Grundschule bis zur Universität entwickelt wurden. Da die Werkzeuge aus 11 verschiedenen Ländern stammen, liegen Sie leider hauptsächlich in englischer Sprache vor. Die Datenbank bietet auch eine Suchfunktion, mit Hilfe derer Sie Identifikationsschlüssel nach Namen, Organismus, Sprache oder Medium suchen können. Viele der Identifikationsschlüssel sind frei im Internet zugänglich und können teilweise sogar über Mobiltelefone genutzt werden. Weiterhin gibt es statische Versionen einiger Schlüssel, die heruntergeladen und über PDAs direkt im Feld genutzt werden können. Manche Schlüssel sind nur in statischer Form, auf CD-Rom oder in Papierform verfügbar.

Zur KeyToNature-Datenbank (Englisch/Italienisch)

Auch finden Sie Links zu weiteren Informationsseiten der europäischen Partner. Diese haben Informationen, Bilder, Zeichnungen und Audio-Dateien zu verschiedensten Organismen gesammelt und bereit gestellt.

Zu den Informationsseiten

KeyToNature in Deutschland

Unser Ziel ist es die existierenden Identifikationsschlüssel für Organismen beständig weiter zu entwickeln und zu verbessern, um das Verständnis für die Artenvielfalt zu fördern. Um unsere Arbeit an die Bedingungen und Anforderungen der Praxis anzupassen, benötigen wir die Mitarbeit von Bildungseinrichtungen. Darum rufen wir diese zur Mitarbeit auf:

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Grundschulen: Hier wurde entsprechend dem Curriculum für Grundschulen ein Bestimmungsschlüssel für Hecken umgesetzt. Er basiert derzeit auf Artenlisten aus Franken, kann aber auf Nachfrage um weitere Arten ergänzt oder in der Artenzahl beschränkt werden. Ergänzend zum Bestimmungsschlüssel wird eine Lerneinheit zu den wichtigsten Erkennungsmerkmalen bereitgestellt, mit der auch ein erster Eindruck von internetgestütztem Lernen und Wissensüberprüfung vermittelt werden soll.

Weiterführende Schulen und Jugendbildungsträger: Eine deutliche höhere Artenzahl weist der Schlüssel zur Bestimmung der Gehölzpflanzen auf. Hier steht der Zugang zur Artbestimmung über neue Medien wie PDA, Laptop und Onlinezugriff über das Mobilfunknetz im Vordergrund. Durch die dem System zugrunde liegende Datenbanktechnik, durch die es möglich ist die Mehrzahl aller erkannten Merkmale zusammen auszuwählen, ist eine gegenüber den üblichen dichotomen Schlüsseln deutlich schnellere Artbestimmung möglich. Weiterhin - nur durch die Internettechnologie möglich - kann der Schlüssel vom Lehrer auf den lokal vorkommenden Artenbestand beschränkt und durch eigene Texte ergänzt werden.

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Universitäten: Diese sind dazu aufgerufen im Rahmen von Exkursionen die vom Konsortium bereitgestellten Bestimmungswerkzeuge zu erproben und zu evaluieren. Hierzu können auf Anfrage z. B. umfangreiche botanische Schlüssel für Spanien und Italien oder zoologische Schlüssel für die Nordsee zugänglich gemacht werden. Die Gesamtzahl der zur Verfügung stehenden Schlüssel entnehmen Sie bitte der KeyToNature-Datenbank.

Auf Anfrage können für Projektträger in begrenztem Umfang maßgeschneiderte Schlüssel erstellt werden. So ist für das Museum am Benninger Ried die Erstellung eines lokalisierten Schlüssels geplant. Dieser soll vorwiegend von Schulklassen zum Kennenlernen der Blütenpflanzen nährstoffarmer Standorte genutzt werden.

Bei Interesse an der Teilnahme am Evaluationsprojekt können Sie sich per E-Mail an ILI-KeyToNature wenden.

Im Moment bauen wir auch eine rein deutschsprachige Plattform auf, erste Ergebnisse sind unter Naturwiki zu finden. Die Mitarbeit ist offen und Interessierte Mitarbeiter sehr willkommen.

Pädagogische Materialien

E-Learning

KeyToNature macht E-Learning mit Hilfe einer ILIAS-Lernplattform möglich. ILIAS steht für Integriertes Lern-, Informations- und Arbeitskooperations-System und ist eine Open-Source-Software. Mit ILIAS können Lehr- und Lernmaterialien für das E-Learning entwickelt werden, zudem besteht die Möglichkeit zu Kommunikation und Interaktion zwischen und unter Lehrenden und Lernenden.

Weitere Informationen zu ILIAS finden Sie unter www.ilias.de.


Pädagogisches Handbuch

Zur Unterstützung von Lehrkräften, die Identifikationsschlüssel in ihren Unterricht einbinden wollen, haben wir ein Pädagogisches Handbuch erstellt. Dieses E-Handbuch stellt Informationen zur Anwendung der Identifikationsschlüssel im Lehrkontext und zu deren Evaluation bereit. Zudem beinhaltet es Erfahrungen von KeyToNature-Partnern und Lehrern aus ganz Europa, die Identifikationsschlüssel in ihren Unterricht eingebunden haben. Dieses Handbuch soll stetig wachsen, indem mehr und mehr Erfahrungen aus der Praxis berichtet werden.


Teilnahme

Jede Schule, die sich für unser Projekt interessiert, ist herzlich dazu eingeladen sich für das Evaluationsprojekt zu registrieren, das von 2008 bis 2010 in allen teilnehmenden Ländern durchgeführt wird. Ausgewählte Tools (eigens für Schulen, in der lokalen Sprache entwickelt) werden Lehrern in allen Ländern bereit gestellt.

Diese Praxistests werden entweder in Schulstunden oder besser während spezieller Kurse, durch die Kontaktpersonen des jeweiligen Landes, durchgeführt. Nach den praktischen Erfahrungen mit den Identifikationsschlüsseln sind die Lehrer dazu eingeladen ein kurzes Bewertungsformular, dass unsere pädagogischen Fachkräfte vorbereitet haben, auszufüllen. Weitere Informationen zur Teilnahme von Bildungseinrichtungen am Evaluationsprojekt finden Sie unter KeyToNature in Deutschland oder senden Sie eine E-Mail an ILI-KeyToNature.

Neue oder an spezielle Schulstufen angepasste Schlüssel können insbesondere auch auf "Offene Naturführer" (dem deutschen Key to Nature Portal) selber publiziert werden.

Sicherheit im Netz

Das Angebot von KeyToNature richtet sich unter anderem an Minderjährige. Wir sind uns bewusst, dass beim unkontrollierten Umgang von Minderjährigen mit dem Internet Sicherheitsrisiken entstehen können. Das Bundesministerium für Sicherheit in der Informationstechnik stellt zahlreiche Informationen zur Sicherheit im Internet, u.a. auch zum Kinderschutz im Internet zur Verfügung.

Auch das Projekt klicksafe bietet Tipps und Materialien zu den wichtigsten Jugendmedienschutz-Themen.

Zusammenarbeit

Pfalzmuseum für Naturkunde

Pfalzmuseum für Naturkunde, Bad Dürkheim

Das Pfalzmuseum für Naturkunde wurde 1840 gegründet. Es ist in vielfältigen Bereichen aktiv: dauerhafte und Sonderausstellungen, Bibliothek, wissenschaftliche Sammlungen, Umweltschutz, Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, Pädagogik. Nahezu alle dieser Aktivitäten sind auch für KeyToNature relevant. Zusätzlich entwickelt das Museum selbst und in Kooperation mit den umliegenden Schulen spezielle Bildungsprojekte.


Kontakt

Sollten Sie an einer Nutzung der Schlüssel interessiert und zu einer kurzen Evaluation bereit sein, wenden Sie sich bitte an:

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Institut für Lerninnovation (FIM NeuesLernen)
Nägelsbachstr. 25b
91052 Erlangen

E-Mail: ILI-KeyToNature

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